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Seelbach. Tom Sawyer in Seelbach: Zum zweiten Mal nach Saint Exuperys »Der kleine Prinz« konnte die Theater-AG der Seelbacher Realschule mit einem Klassiker aus der Welt-Literatur vor großem Publikum begeistern.

Rund 100 Schüler waren an dem Projekt beteiligt, die ganze Woche über wurde täglich im Bürgerhaus aufgeführt: Außer den Grundschulklassen aus den umliegenden Ortschaften zwischen Schweig-hausen und Kuhbach hatten sich unter anderem auch die Schüler aus der Partnerstadt Rosheim auf den Weg gemacht.

Am Freitag gab es das Stück im voll besetzten Bürgerhaus zum letzten Mal. Die Darsteller im Rampenlicht genossen mit Recht den Applaus. Ein großes Lob gebührt aber auch den zahlreichen Schülern, die das Singspiel um Tom und Huck durch ihre Arbeit im Hintergrund erst möglich gemacht haben. Sie waren es, die wochenlang gesägt, gefeilt und angestrichen hatten.

Die selbst geschaffene Kulisse, die an Kreativität und Buntheit der eines kommerziellen Schauspielhauses in nichts nachstand, ließ das Publikum im Bürgersaal gleich zu Anfang staunen. Zwischen Tante Pollys Haus, Kirche, Gericht, Friedhof und Höhle wechselten die fleißigen Helfer hinter dem Vor hang in Minutenschnelle von einem Bühnenbild zum nächsten.

Christina Fehse als Tom Sawyer, Jonas Hummel als Huckleberry Finn und Miriam D’Adamo als Indianer Joe hauchten der sich um Freundschaft, Zusammengehörigkeit, und Wahrheitsliebe rankenden Geschichte als Hauptfiguren Leben ein. Lehrerin Tuulia Wulf hatte aus ihrer früheren, im norddeutschen Elmshorn gelegenen Schule ein Schatzkästchen mitgebracht: die von einem dortigen Kollegen nicht nur umgeschriebene, sondern auch vertonte Theaterliteratur.

Zusammen mit Patrick Moser (musikalische Leitung) und Alexandra Wolpert-Kleile (Regie) zeichnet Tuulia Wulf seit einem Jahr für die Theater-AG der Schule verantwortlich. Die Verteilung der Hauptrollen war übrigens nicht auf die Arbeitsgemeinschaft beschränkt. Jeder, der es sich zutraute, war Anfang des vergangenen Schuljahrs zum Casting willkommen gewesen. Dabei, berichtete Patrick Moser, hatten in erster Linie auch die Sangesqualitäten der Eleven den Ausschlag gegeben. So wurde die Aufführung des Stücks, das Mitte des 19. Jahrhunderts wegen angeblicher Jugendgefährdung in den USA in keiner Bibliothek und in keiner Schule zu finden war, als Zusammenspiel zwischen Chor und Schauspielerei am Freitagabend unter heftigem Applaus zu Ende gebracht.

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