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Seit 1988 besteht zwischen der Realschule Seelbach und dem Collège Herrade de Landsberg in Rosheim (www.rosheim.com; Entfernung: eine gute Autostunde) eine Schulpartnerschaft, an deren Entwicklung die Schulleiter beider Schulen immer gearbeitet haben und die für beide Schulen auch ein wesentlicher Aspekt ihrer schulischen Entwicklung waren und sind. Realschulrektor Herbert Frankfurth und sein französischer Kollege Bernard Meyer hoben diese Schulpartnerschaft aus der Taufe, Realschulrektor Manfred Kienzler und sein französischer Kollege Robert Kogey setzten die gemeinsame Arbeit fort, Realschulrektor Dietrich Berger übernahm ein gut bestelltes Haus und führte mit seinem französischen Kollegen Jean-Pierre Mangin und seiner Kollegin Monique Reeb diese Schulpartnerschaft weiter, die seit vielen Jahren schon ein gut ausgearbeitetes Programm hat. Waren es am Anfang vor allem sportliche und musische Inhalte, so ist heute das Programm mit vielen Aspekten bestückt.

Die persönlichen Kontakte der beteiligten Lehrkräfte tragen mit dazu bei, dass bestimmte Konzeptionen weiterentwickelt werden können; ein großer Vorteil dieser durch die kurze Entfernung bestimmten Schulpartnerschaft ist es auch, dass die Sprachkenntnisse der französischen Kolleginnen und Kollegen breiter ausgelegt sind als auf unserer Seite. Dies gilt auch für die jeweiligen Schulleitungen, wodurch sowohl schnelle Kontakte als auch schnelle Entscheidungen erleichtert werden. Zu Beginn eines jeden Schuljahres treffen sich Vertreter/innen beider Schulen abwechselnd einmal in Rosheim und einmal in Seelbach zur Vereinbarung des Jahresprogramms. Seit dem Schuljahr 2007/2008 ist das Programm um eine Kennenlernmöglichkeit erweitert worden: der Besuch unserer 5. Klassen in der Stadt Rosheim und im Collège Herrade de Landsberg. Da es in Frankreich im Collège erst mit der Klassenstufe 6 beginnt, gibt es noch keine Begegnungsmöglichkeit auf der Ebene der jeweiligen Klassenstufen. Dies ist aber für uns im Rahmen der Weiterentwicklung des deutsch-französischen Austausches sehr wichtig – und deshalb haben wir diesen Punkt aufgenommen.

In einem Erfahrungsbericht unserer Realschule zu einer unter dem Stichwort EURO-BORS veranstalteten zweitägigen Begegnung in Breisach heißt es u. a.:

1. Der Erfolg dieser gemeinsamen Veranstaltungen hängt von der Zweisprachigkeit der Schüler/innen und der Vertreter der besuchten Betriebe ab. Folge: Für die Realschule Seelbach war deshalb das Konzept des verbindlichen Brückenunterrichts für alle Fünftklässler der Realschule auch den Eltern vermittelbar.

2. Bestandteil eines jeden Besuchs sollte eine Betriebsbesichtigung sein, bei der die Schüler/innen nicht nur mündlich über die jeweiligen Berufsausbildungen und Berufe informiert werden, sondern auch noch persönlich die konkreten Arbeitsbedingungen in Augenschein nehmen können. Folge: Für die Realschule Seelbach ist es deshalb wichtig, dass bei zukünftigen Veranstaltungen die Vorbereitung der Schüler/innen auf dieses in „Augenschein-Nehmen“ unabdingbar ist und die Schüler/innen mit klaren Aufgabenstellungen diese Veranstaltungen wahrnehmen. Im Übrigen gibt es inzwischen für die geschichtliche Exkursion nach Colmar bzw. Freiburg entsprechende Aufgabenblätter für die Aufbereitung dieser Begegnungen.

3. Eine zweitägige Veranstaltung ist für das persönliche Kennenlernen und das Vertrautwerden der Schüler/innen miteinander zu kurz. Allerdings haben wir weder in der Realschule Seelbach noch im Collège Rosheim hierzu eine entsprechende Konzeption gefunden; allerdings steht dieser Punkt auf unserer gemeinsamen Agenda. Die alljährliche stattfindende Skifreizeit im März in den französischen Alpen ist hier ein Ansatz, der allerdings durch die hohen Kosten für eine Woche nur einer sehr begrenzten Schülerzahl zugänglich ist.

4. Gleichwertig mit der Aufnahme von Informationen müssen auch Gelegenheiten für die Schüler/innen zum nicht instrumentalisierten Austausch geschaffen werden. Hier ist festzustellen, dass es unterschiedliche Kommunikationswege gibt, die oft auch von sozialen Verhältnissen bestimmt werden. In sportlichen Begegnungen ist die Kommunikation intensiver, aber zeitlich auch auf die Veranstaltung beschränkt; zwischen den jeweiligen Schülerinnen sind Kommunikationswege teilweise entwickelt, wobei diejenigen, die das Wahlpflichtfach Französisch haben, weniger Kontaktschwierigkeiten aufweisen.

Insgesamt ist festzustellen, dass die Programmangebote bei vielen Schülerinnen und Schülern auf gute Resonanz stoßen, vor allem wenn damit auch „Laufwege“ verbunden sind (Burgenwanderungen, Sportbegegnungen, Museumsbesuche). Bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern stoßen Unterrichtsbesuche und das Erfahren des jeweils anderen Unterrichts auf Interesse; bei den 5. Klassen sind inzwischen regelmäßige Briefwechsel entstanden.

 

Collège Herrade de Landsberg

4 rue du Stade

67560 Rosheim

+33 3 88 50 43 33

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